Immer mehr E-Scooter sind im Ortsbild zu sehen. Gefahren meist ohne Helm, teilweise ohne abgeschlossene oder gültige Versicherung, da nicht zulassungsfähig oder abgelaufen, nicht selten zu zweit, meist zu schnell und unbedacht im Straßenverkehr, denn eine Fahrprüfung ist nicht erforderlich. Die Liste ist lang und die Unfälle häufen sich auch bei uns.

Einen ersten Schritt, um das zu ändern, haben wir als SPD-Fraktion im Gemeinderat Nienhagen mit dem am 29.10.2026 stattgefundenen 2-stündigen Training, durchgeführt von der Verkehrswacht Hannover Stadt und der Polizeiinspektion Celle, gemacht.

Polizeioberkommissarin Heins, Verkehrssicherheitsberaterin, und selbst sehr engagiert beim Thema E-Scooter, informierte die zumeist jugendlichen Teilnehmenden über geltendes Recht, Gefahren und das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Die vielen Rückfragen der Jugendlichen machten den Bedarf und das Interesse deutlich. Anschließend durften die Teilnehmenden mit eigenen oder geliehenen Rollern und Helm im von der Verkehrswacht, vertreten durch vier Ehrenamtliche, aufgebauten Parcours ihr Können zeigen oder auch angeleitet eine Vollbremsung, einhändiges Fahren und Balance trainieren.

„Das Training anbieten zu können und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, war uns eine Herzensangelegenheit. Dass die Resonanz so groß sein würde, hatten wir nicht erwartet. Wir freuen uns sehr, dass uns mit über 20 Teilnehmern ein guter Start gelungen ist“, sagt Organisatorin und Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat Nienhagen, Rabea Runge. „Uns ist es wichtig, Jugendlichen ein konkretes Angebot zu machen. Wir setzen auf gegenseitiges Miteinander und auf Rücksicht, statt sie pauschal durch Fahrverbote auszugrenzen. Am Ende sollen alle sicher an ihr Ziel kommen“, ergänzt Ratskollege Stefan Lindecke.

Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung gab es Pizza für alle. Eine gute Gelegenheit für Gespräche, Feedback und ein großes Dankeschön an die Verkehrswacht Hannover Stadt, Frau POK Heins, Lorins Steinofenpizza für die kulinarische Unterstützung und vor allem an alle Teilnehmenden für ihre Offenheit.

Aus diesem Tag haben sich u.a. neue Terminwünsche für Senioren im Bereich E-Bike ergeben und auch eine Oberschule hat Interesse gezeigt, das Angebot der Landesverkehrswacht mit der Präventionsstelle der Polizeiinspektion Celle in Anspruch nehmen zu wollen. Frau POK Heins zieht als positives Feedback: „Es ist eine Aktion, die sich durchsetzen sollte. Schön fand ich, dass mich nachher noch viele Jugendliche unter vier Augen angesprochen haben.“

Die rechtlichen Vorgaben zur Nutzung der Scooter, wie Helmpflicht und Fahrprüfung, können wir hier vor Ort nicht ändern. Was wir allerdings tun können, ist aufklären, sensibilisieren, schulen und uns gemeinsam mit unseren Ratskolleginnen und -kollegen aus den anderen Fraktionen Gedanken darüber machen, wie wir mit E-Scootern im Verkehr zukünftig umgehen wollen.

Bereits fest steht, dass ab 1. Januar 2027 zugelassene E-Scooter über Blinker verfügen müssen und dass sie ab 1. März 2027 weitgehend Fahrrädern gleichgestellt werden.

Rabea Runge, Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat Nienhagen