Mit Schirm, Charme und Zollstock: Verkehrsbegehung der SPD mit der Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht
NIENHAGEN Rechtzeitig zum Start des Rundgangs am Freitag öffnete der Himmel seine Schleusen – passend für den Verkehrsrundgang, denn die widrigen Umstände aus eingeschränkter Sicht und durch den Regen verstärktem Verkehrslärm machten an den begutachteten Stellen besonders deutlich, dass sich Gefahren schon durch kleine, gezielte Eingriffe reduzieren lassen. „Wir haben uns ganz konkret angeschaut, wo Handlungsbedarf besteht und wie wir die Verkehrssicherheit weiter erhöhen können. Das gilt nicht nur für Straßenquerungen und geteilte Radwege, sondern ganz besonders auch für E-Scooter“, so Gonca Kaftan, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. Bei Letzteren sieht die SPD dringenden Handlungsbedarf und plant bereits eine Schulungsaktion für Jugendliche.
Mit Kirsten Lühmann, der Präsidentin der Deutschen Verkehrswacht und ehemaligen Bundestagsabgeordneten, konnte die hiesige SPD eine versierte Expertin für die Begehung vor Ort gewinnen. Lühmann zögerte nicht und griff immer wieder zum Zollstock, um Gegebenheiten zu prüfen und den Teilnehmenden Sachverhalte anschaulich zu machen.
Vom Neuen Rathaus aus ging es nach eingehender Begutachtung der Hauptkreuzung weiter entlang der Dorfstraße zur Bushaltestelle vor der Twegte. Hier wurden Möglichkeiten aufgezeigt, Jung und Alt eine sichere Querung der Kreisstraße zu ermöglichen – ein Thema, das die Menschen vor Ort zu Recht umtreibt, bei dem jedoch der Landkreis das letzte Wort hat. Am Beispiel der Rüterhege und des angrenzenden Roggenkamps machte Lühmann deutlich, dass auch kleinste Maßnahmen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden erhöhen können. Genau hier möchte die SPD nach der Wahl ansetzen: „Die gemeinsame Begutachtung und eine teilweise veränderte Gesetzeslage zeigen uns neue Wege auf, wie wir Ideen konkret vor Ort umsetzen können, aber auch, wo wir uns weitere Einschätzungen einholen werden, um die Sicherheit zu erhöhen“, so Ratsmitglied Rabea Runge abschließend.